Anleitung zur Abtrennung von Immobilieneinheiten

Ein Haus in zwei Wohnungen teilen

Ein Haus in zwei Wohnungen teilen

Eine Wohnung für die eigenen Kinder, der Verkauf einer Immobilie oder deren Vermietung sind nur einige der Gründe, weshalb eine Wohneinheit in zwei eigenständige Wohnungen aufgeteilt werden soll. Mit dem „Sblocca Italia“-Dekret wurden 2014 Regelungen eingeführt, die den bürokratischen Ablauf deutlich vereinfacht haben, dies gilt auch im Fall einer Wohnungszusammenlegung.

Worauf man als erstes bei einer Wohnungsteilung oder – zusammenlegung achten sollte, ist, dass die Gesamtvolumetrie des Gebäudes nicht verändert wird. Es dürfen also weder Zimmer angebaut noch darf die Nutzungsbestimmung der Immobilie verändert werden, z.B. darf man eine Wohnimmobilie nicht in ein Büro o.ä. umwandeln.

Als zweites muss man in der eigenen Gemeinde die beglaubigte Mitteilung über den Baubeginn abgeben. Dieses Dokument muss von einem zugelassenen Fachmann wie z.B. einem Geometer, Architekten oder Ingenieur erstellt werden. Mit diesem Dokument bestätigt der Fachmann unter eigener Verantwortung, dass die Arbeiten in Übereinstimmung mit den genehmigten Regelungen und Plänen ausgeführt werden, dass sie sowohl die Vorschriften für erdbebensicheres Bauen als auch jene für Energieeffizienz in Gebäuden einhalten und dass die Bauarbeiten keine strukturellen Gebäudeteile betreffen.

Der Mitteilung über den Baubeginn sind auch die vom Fachmann erstellten technischen Zeichnungen beizufügen, aus denen die geplanten Umbaumaßnahmen in der Wohnung verständlich werden. Außerdem muss man die Kontaktdaten des Unternehmens beifügen, das die Bauarbeiten ausführen wird.

Nach Abschluss der Bauarbeiten schickt man der Gemeinde eine „Mitteilung über das Bauende“ zu, die für die Katasteraktualisierung gültig ist. Die Gemeinde ist dann dafür verantwortlich, diese Mitteilung fristgemäß und direkt dem Katasteramt für die Aktualisierung zuzuschicken.

Für den Umbau einer in einem Kondominium gelegenen Wohnung bedarf es keiner ausdrücklichen Genehmigung von Seiten der Kondominiumsversammlung. Trotzdem ist es empfehlenswert, den Verwalter über eventuelle Restrukturierungsarbeiten zu informieren. Die Versammlung muss bei allfälligen Umbauarbeiten, die zu sichtbaren Veränderungen an der Außenseite des Kondominiums führen, immer zu Rate gezogen werden.

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